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Montagsgebabbel #2 – Apple und Crack

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Wie auch schon in der Woche zuvor, möchte ich auch diesen Montag zwei Vorgänge kommentieren, die mich auf die eine oder andere Weise beschäftigt haben. Mit dem, zugegebenermaßen merkwürdig anmutenden Titel “Apple und Crack”, geht es eigentlich um das iPhone 7, bzw das Fehlen des Klinkensteckers, und das vermeintlich späte Sommerloch, das N24 scheinbar dazu veranlasst hat, einen vollkommen sinnentleerten Artikel über den “Drogensumpf Frankfurt” in die Welt zu entlassen.

Das Apple Phänomen

Es war schon immer so, dass Apple nicht nur oft Trendsetter war, sondern auch Dinge gravierend zu verändern wusste. Man denke nur an die erste wirklich erfolgreiche Einführung der Bildschirmtastatur, ohne die wir vielleicht immer noch auf den Hardwaretasten des Blackberry rumhacken würden oder als in den 1990er Jahren, das Disketten- durch ein CD-Laufwerk ersetzt wurde. Natürlich kann man sagen, dass das ohnehin irgendwann passiert wäre, was aller Wahrscheinlichkeit nach auch wahr ist, doch am Ende zählt immer nur: Wer war der Erste? Und ob man es wahr haben will oder nicht, hat dahingehend Apple immer Eier bewiesen.

So, und jetzt ist es wieder soweit: Apple wagt es den jahrzehntelangen Standard des analogen Kopfhöreranschlusses zu beenden. Einfach so. Und dabei geben die Jungs aus Cupertino/Kalifornien einen feuchten Furz, ob es eine 300.000-starke-Unterschriften-Petition gibt, die sich dagegen ausspricht. Und das können sie auch mit der Macht ihrer Erfahrung machen, denn eines war auch schon immer so: Erst ist das Geschrei groß, doch nach ein paar Wochen kräht kein Hahn mehr danach. Also heißt es Klappe halten und den Zirkus mitmachen oder auf ein anderes Gerät umsteigen.

Crack. Cracker. Am Crackersten.

Ich dachte mich tritt ein Pferd, als ich über den N24-Artikel mit dem Titel Drogensumpf Frankfurt – Wo Dealer seelenruhig Crack verticken, gestolpert bin. Zuerst dachte ich in meinem überschwänglichen Optimismus, dass die vielleicht wirklich etwas Spektakuläres ausgegraben haben, aber natürlich war das nicht der Fall. Nicht nur das, der Artikel ist auch noch so belanglos und vollkommen nichtssagend, das mir nur eine Idee gekommen ist, warum man so einen journalistischen Dünnpfiff veröffentlicht: Es muss das viel beschworene Sommerloch sein.

Es gibt absolut nichts in diesem Artikel, was A) nicht nur schon vor 10 Jahren bekannt gewesen wäre und B) nicht auch auf eine x-beliebige andere deutsche Großstadt übertragbar wäre. Es geht sogar so weit, dass wirklich jedes einzelne Zitat aus diesem Artikel, vollkommen austauschbar ist und auch auf unzählig andere Sachverhalte anwendbar wäre, so zum Beispiel “Wenn ein Streifenwagen um die Ecke biegt, sind sie weg” oder “Sie fragen sich, wofür mache ich das?”. Was eigentlich noch gefehlt hat, ist ein kurzer biografischer Abriss über einen der Dealer, versehen mit dem Hinweis, dass es sich um einen Jungen mit Migrationshintergrund handelt. Dann hätten wir wirklich zu 100% alle Klischees erfüllt.

Foto: Anthony Easton / Flickr under CC-BY 2.0

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