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Iqos in Frankfurt

16 Kommentare

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Am Salzhaus 2, mitten in der Innenstadt, dort wo früher die Leica Galerie ihren Sitz hatte, hat seit kurzem Iqos Einzug gehalten. Minimalistisch, modern, beinahe steril kommt der Laden daher, so das man gar nicht den Eindruck gewinnen mag, dass es dort am Ende auch nur darum geht, Tabak zu verkaufen.

Zigaretten aber anders

Hinter Iqos steht Philip Morris (PMI), der weltgrößte Tabak-Konzern und die Jungs aus New York City mögen ja für vieles bekannt sein, aber gewiss nicht dafür, die Gesundheit ihrer Kunden im Fokus zu haben. Am Ende wird Tabak verkauft und wie steht es immer so schön plakativ auf den Zigarettenverpackungen: „Rauchen tötet!“. Ok, wenn das ja schon mal geklärt ist, erledigt sich auch diese ganze, kunterbunt verpackte Marketingmaschinerie. Ja, jetzt wird der Tabak nicht mehr verbrannt, sondern verdampft und ja, da kommen bestimmt ein paar Mikrogramm Nikotin und chemischer Schnickschnack weniger in den menschlichen Organismus. Aber irgendwie ist es so, als würde ich mir Gift nur in kleineren Dosen verabreichen, anstatt direkt den ganzen Brocken zu schlucken. So richtig cool ist es dadurch trotzdem nicht.

Aber trotzdem kurz dazu, was Iqos anders macht. Bei der herkömmlichen E-Zigarette wird mit Flüssigkeitstanks gearbeitet. In das Iqos-Gerät – was übrigens schmale 65 Euro kostet – wird hingegen ein komprimierter Tabakstift inkl. Filter gesteckt und erhitzt. Risikoärmer als die normale Zigarette aber schädlicher als die flüssigkeitsbasierende Variante. Aber dafür soll der Geschmack viel näher an dem Original sein.

Tabakkonzerne schrauben an ihrem Image

Worum gehts es aber eigentlich? Nicht das es PMI & Co. schlecht gehen würde, die machen noch immer zig Milliarden aber es ist offenkundig, dass im Westen der Zigarettenmarkt zusehends schrumpft, während die Alternativen immer mehr wachsen. Auf diesen Zug will und muss man aufspringen. Und wie es in anderen Branchen auch üblich ist, verkauft man das alte Produkt aber macht es trotzdem irgendwie anders.

Der Marlboro-Mann ist schon längst out. In einer Welt, in der ein Teil des Männerbildes dadurch geprägt wird, dass man schick gestylte Bärte, in Kombination mit zu engen Hosen und Blusenartigen Oberteilen trägt, ist es offensichtlich, dass raubeinige Cowboys mit wettergegerbter Haut keinen Fuß mehr in die Tür bekommen. Also raucht man nicht mehr sondern konsumiert und die Kippen kauft man nicht mehr beim Kiosk um die Ecke, sondern im Iqos-Flagshipstore, der irgendwie wie ein Apple-Store wirkt. Yo, kann man machen. Ist aber trotzdem Scheisse!

  1. WAS?! Das hätte ich jetzt nicht gedacht.. Na gut Philipp Morris ist Riesig aber das die eine sogennante “neue Art von Rauchen” heraus bringen…

  2. Ich denke, dass sich die gesündesten Varianten durchsetzen werden, einfach weil es diese Möglichkeit gibt. Sehr viele wollen vom Rauchen weg, schaffen es aber nicht; allein jeder dieser Leute wird gewiss die Flüssigvariante vorziehen.

  3. Nur die Ruhe. Auch der “Cowboy” wird wieder in Mode kommen. Die Stiefel vielleicht nicht unbedingt.

  4. Ich denke das klassische Rauchen wird weiterhin Marktführer bleiben. Alles andere wird sich zwar verbreiten, aber es niemals ersetzen.

  5. Das Problem ist nicht unbedingt das Rauchen an sich, sondern ehr die Abhängigkeit, die dahinter steckt. In welcher Form diese nun auftritt ist nicht wirklich von Relevanz meiner Meinung nach. Alkohol ist genauso so ein Fall. Ich denke nicht, dass das klassische “Raucherlebnis” in absehbarer Zeit ersetzt wird.

    Grüße, Michaela

  6. Philip Morris ist ein gigantisches Unternehmen – so gut wie jede Packung Zigaretten die verkauft wird wird von Philip Morris hergestellt und vertrieben.
    Interessant, dass deren Lobby Arbeit in Deutschland anscheinend nicht so fruchtet und auf Tabakwaren horrende Steuern gezahlt werden. Scheint sich aber bei der Menge an Rauchern in Deutschland trotzdem noch zu lohnen.

  7. Sicherlich gibt es unter den Menschen verschiedene Suchttypen, die ihre Droge einfach gerne konsumieren und sich das auch nicht nehmen lassen. Ob es sich dann um Zigaretten oder Alkohol handelt, ist letzten Endes sicherlich nebensächlich. Auch ob der Tabak verbrannt oder “verdampft” wird. Es ist und bleibt im Kern dasselbe. Wer jedoch etwas Verantwortung für sich selbst übernimmt kommt meines Erachtens nicht umhin, früher oder später mit dem Raubbau am eigenen Körper aufzuhören!

  8. Ich bin aufjedenfall gespannt wie es weiter geht mit den Tabak Konzernen in der Zukunft. Interesanter Artikel!

    LG

  9. Naja, gesund und Rauchen, das wiederspricht sich irgendwie. Wenn keiner abhängig werden würde, dann könnten die Konzerne und der Finanzminister ja nichts mehr verdienen.

  10. Rauchen und die Gesundheit sind immer schwer miteinander zu vereinen. Bishher ist immer noch das klassische Rauchen an erster Stelle und konnte noch nicht abgelöst werden. Die Entwicklung wird zeigen ob auch die Leute in einigen Jahren noch bereit sind für Tabak viel Geld auf den Tisch zu legen.

  11. Klar, Rauchen ist schädlich, das weiß auch jeder, und diese Lösung ist auf jeden Fall
    ein Schritt in die richtige Richtung, aber im Endeffekt sollte jeder selbst darüber entscheiden
    können. Schöner Artikel, wusste dies noch nicht!

  12. Der Mensch hat schon immer geraucht, das wird auch in nahe Zukunft so bleiben. Am besten ist es immer nicht damit anzufangen.

  13. Ich muss ganz ehrlich sagen das Ding geht für mich überhaupt nicht!
    Ich bin nun seit 6 Monaten Dampfer (Ja so ein ganz böser…) fühle mich damit wesentlich besser und reduziere regelmäßig meine Nikotin Menge, und hoffe natürlich irgentwann ganz davon zu sein.
    Aber zurück zum Thema warum die garnicht gehen. Ich habe irgentwie nicht das bedürftnis an etwas zu ziehen was aussieht wie ein Schwangerschaftstest, und genau so sieht das für mich aus.

  14. Interessante Idee die Phillp Morris da hat. Ich bin gespannt ob sich diese Art von Geräten beim wachsenden Markt für E-Zigaretten etablieren kann. Aber wer weiß, vielleicht findet man diese auch bald in den e-zigaretten shops. In jedem Fall eine nette Innovation.

  15. ich hoffe mal nicht das das Rauchen wieder “in” wird. Irgendwie ist es doch gerade wieder Trend nicht zu rauchen.

  16. Vorallem der letzte Abschnitt ist sehr gelungen wie ich finde! Wenn man die heutige Generation ansprechen möchte, muss man ein Image von Hochklassigkeit und Teuerheit schaffen, so wie du mit dem Applestore.

    Ich finde es interessant, dass das Rauchen immer weniger wird. Mal gucken wie sich der Trend entwickelt wenn man legal Gras rauchen kann, den schließlich braucht man da auch wieder Tabak.

    Vorallem die ganzen Hipster würden sich aufjedenfall freuen.

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