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Die Revolution rollt

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Tesla_Store_Fressgass

Letzte Woche wurde noch gebastelt und gewienert, mittlerweile erstrahlt er in vollem Glanz: Der Showroom des US-amerikanischen Elektroauto-Konzerns Tesla auf der Fressgass. Und weil die Amis eben alles ein bisschen größer angehen, gibt es mittlerweile schon über 20 solcher Shops in ganz Deutschland, von Hamburg bis Konstanz. In Frankfurt liegt das zweite Tesla-Outlet genau da, wo man so ein Autohaus auch erwarten würde: Auf der Hanauer Landstraße. Dem Tesla sagt man übrigens wahre Wunderdinge nach. Angeblich kann es sogar schwimmen. Selbst der Hersteller empfiehlt diese Option allerdings ausdrücklich nicht. Ein E-Auto-Nutzer hätte im Moment auch ganz andere Sorgen.

Das Ende des Autos, wie wir es kennen

Der Zeitpunkt für den flächendeckenden Markteinstieg  in Deutschland ist gut gewählt: Die EU-Kommission hat gerade grünes Licht für die geplante deutsche E-Auto-Prämie gegeben und die deutschen Hersteller sind angesichts des Diesel-Skandals immer noch in Schockstarre. VW-Chef Müller spekuliert gar schon über das Ende des Dieselzeitalters. So falsch dürfte der Volkswagenboss damit gar nicht liegen: Bis spätestens 2050 soll in Deutschland kein Auto mehr Abgase in die Luft pusten. Die Niederländer sind da wagemutiger: Sie wollen dieses Kunststück sogar schon bis 2025 vollbringen.

Möglich machen sollen das zum einen extrem leistungsstarke Akkus für Elektroautos (die Tesla-Modelle schaffen voll aufgeladen bereits über 400 Kilometer am Stück) und der Siegeszug der Erneuerbaren Energien. Denn Strom für E-Autos macht natürlich nur Sinn, wenn er sauber erzeugt wird. Doch auch hier hat sich Einiges getan, vor allem wurden die Effizienzsteigerungen der Solarzellen in der Vergangenheit unterschätzt. So erzeugte Deutschland im Jahr 2014 schon fast 160 Milliarden Kilowattstunden aus regenerativen Energien — ein Wert, der acht Jahre zuvor noch nicht mal für das Jahr 2020 für möglich gehalten wurde. Grund waren vor allem Solarmodule.

Noch klemmt es aber an den Auflademöglichkeiten für die Elektromobile. Der Bund will nun 300 Millionen Euro in Ladestationen investieren. Das wird kaum reichen. Autonome Ladestationen gibt es zwar schon ab 30.000 Euro (und das heißt: nie wieder Tankkosten!), aber wer nicht jeden Tag an derselben Stelle parkt, hätte schnell ein Problem. Wenn nicht Firmen, Supermärkte und Behörden auf ihren Parkplätzen verstärkt Ladestationen zur Kunden- und Mitarbeiterbindung anbieten, dürfte das E-Auto noch eine ganze Weile eine Spielerei für Zweitwagennutzer bleiben. Und das wäre doch eigentlich schade.

  1. Hallo Ulrich,
    Ich persönlich finde es sehr gut das der Ausbau der Elektro Autos stark vorran getrieben wird und auch das eine Art “Pionier” wie Tesla ihre Wurzeln in Deutschland schlägt. Jedoch finde ich umso wichtiger das es schnelle Ladestationen überall in Deutschland gibt wie du bereits erwähnt hast. Ohne dies ist es einfach unrentabel wenn ich z.B auf dem Weg in den Urlaub 200km Umweg fahren muss nur um zu tanken.

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