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Schaut doch, was ihr wollt!

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Plakat_Der_Sturm_Shakespeare

Sein 450. Geburtstag ist gerade mal zwei Jahre her, schon jährt sich sein 400. Todestag. Die Rede ist von William Shakespeare, dem geheimnisumwitterten Übervater des abendländischen Theaters. Selbst Prince Charles mimt schon mal aus dem Stand  den Hamlet, einen der bekanntesten Charaktere des großen Dichters. In etwas mehr als 20 Jahren schuf dieser mindestens 37 große Bühnenwerke und 154 Sonette — wenn er denn alles alleine verfasst hat, worüber die Meinungen der Literaturforscher durchaus auseinandergehen. Einige von Shakespeares beliebtesten Dramen stehen auch in Frankfurt wieder auf dem Spielplan.

Genie aus der Provinz

Während die etablierte Forschung den Sohn eines Handschuhmachers und Dorfbürgermeisters aus Stratford-upon-Avon für den alleinigen Schöpfer der ihm zugeschriebenen Stücke halten, sind die Skeptiker anderer Ansicht. Nie hätte ein mäßig gebildeter Mensch, so ihre Überzeugung, der weder weitgereist war, noch höfische Erfahrung besaß oder ein Studium vorweisen konnte, so detaillierte Beschreibungen aller möglichen Volksschichten und fernen Länder hinbekommen. Und das schon gar nicht in solch geschliffener Sprache, mit so viel Witz und einem dermaßen großen Wortschatz!

Tatsächlich sind nur ein paar Dokumente belegt, die Shakespeare nachweislich mit eigener und dazu noch recht ungelenker Hand verfasst oder unterschrieben hat; Rechnungen und ein Testament zum Beispiel. Briefe und Dichtungen sind jedoch nicht dabei; alle Stücke, die wir heute von ihm kennen, sind später entstandene Kopien. Und so wird der Streit der Gelehrten wohl weitergehen.

Shakespeare — alt und doch topaktuell

Der Beliebtheit von Shakespeares Stücken tut das keinen Abbruch. Das liegt an zwei Umständen: Zum einen hatte die Theaterbühne damals weder Kulisse noch Requisiten, die Künstler mussten dem Publikum die gesamte Szenerie beim Spiel erklären, so dass die Zuschauer sich den Handlungsrahmen vorstellen konnten. Das bedingt eine sehr bildhafte und eingängige Sprache. Zum anderen hat Shakespeare sich zwar fleißig aus dem Sagen- und Geschichtsfundus der damaligen Zeit bedient; Orte und Personen sind aber oft so verfremdet, überhöht oder ins Phantastische verzerrt, dass sie sich aus ihrem historischen Kontext erheben und als überzeitliche Menschentypen wirken: Seine Dramen sind daher von — manchmal geradezu erschreckender — Aktualität.

Das Schauspiel Frankfurt zeigt Der Sturm — in Neuübersetzung — am 29.04., 02.05., 04.05., 11.05. 12.05. und 25.05. jeweils um 19:30 Uhr, sowie am 22.05. und 05.06. um 16:00 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden, eine Pause);  

Die Dramatische Bühne spielt Shakespeare als (teilweise etwas eigenwillige, aber immer spritzig inszenierte) Freilichtvariante im Grüneburgpark: Hamlet — 04. und 05. Juli; Ein Sommernachtstraum — 07., 12., 13., 16. und 17. Juli; Romeo & Julia — 09. Juli.; Was ihr wollt — 25. Juli und 15. August; König Lear — 30. Juli und 2. August; Macbeth — 11. und 12. August. Vorstellungsbeginn jeweils 20:45 Uhr.

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