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Geblitzdingst!

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Wer an diesem Donnerstag in und um Frankfurt mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich besonders vorsehen: Auch die Ordnungshüter der Mainmetropole nehmen am europäischen Blitzmarathon teil und werden von 6 Uhr bis 22 Uhr an einigen kritischen Punkten in der Stadt verstärkt nach Rasern Ausschau halten. Überhöhte Geschwindigkeit zählt nun mal neben falschem Abbiegen, Vorfahrt nehmen und Alkoholgenuss zu den häufigen Unfallursachen. Umstritten ist die Aktion dennoch.

In Frankfurt wird diesmal an folgenden Orten geblitzt: Ludwig-Landmann-Straße, Mörfelder Landstraße, Hanauer Landstraße, Babenhäuser Landstraße, Breitenbachbrücke, Eschersheimer Landstraße, Hugo-Eckener-Ring, Bundesstraße 43, Kapitän-Lehmann-Straße und Miquelallee (Höhe Frauenlobstraße).

Keine nachhaltige Verhaltensänderung erwartet

Beim Blitzmarathon im vergangenen Jahr wurden bundesweit übrigens 91.000 Fahrer erwischt. Autofahrer passen nach solchen Sonderkontrollen einer Studie der RWTH Aachen zufolge noch bis zu zwei Wochen lang ihr Fahrverhalten besser an die jeweilige Verkehrssituation an; ein nachhaltiger Lerneffekt wird allerdings von Verkehrsexperten eher bezweifelt. Jedenfalls haben sich die Zahlen der Unfälle und Verkehrstoten seit Einführung der Aktion im Jahr 2013 nicht im statistisch signifikanten Maß verringert.

Sieben Bundesländer, darunter das Autofabrikationsland Baden-Württemberg, nehmen dieses Jahr gar nicht an der Maßnahme teil. Als Grund führen die meisten Länder an, dass die Beamten bereits zu viele Überstunden aufgehäuft haben, die durch solche Sonderveranstaltungen nur weiter anwachsen würden.

Aus diesem Grund gehen auch die Meinungen der beiden großen Polizeigewerkschaften über Sinn und Unsinn der Aktion auseinander: Während die Deutsche Polizeigewerkschaft den Blitzmarathon als richtige Maßnahme gegen die Raserei ansieht, meint die zum DGB gehörende Gewerkschaft der Polizei, der Marathon halte Beamte von wichtigeren Dingen ab. Schließlich habe die Polizei mit der Flüchtlingskrise, der Terrorgefahr und den gestiegenen Wohnungseinbrüchen schon alle Hände voll zu tun.

Eine ganz eigene Definition von Fahrkontrolle gibt es übrigens in München. Da will die S-Bahn nämlich am Donnerstag verstärkt nach Schwarzfahrern suchen. Ob dass die Menschen eher dazu bringt, das Auto stehen zu lassen, darf zumindest bezweifelt werden. Dabei ist gar nicht mit dem Auto zu fahren vom Gesichtspunkt der Unfallvermeidung her mit Sicherheit die erfolgversprechendste Maßnahme.

  1. Ich denke mit der ganzen Manpower könnte man sinvolleres machen, als alle Raser für nur einen Tag vorsichtiger fahren zu lassen…

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