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Wahl-Vandalismus

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Zerrissenes_Wahlplakat_Kommunalwahl_2016Wie auch schon zur letzten Bundestagswahl bereiten wir vom Frankfurter Blog wieder eine Collage voller Wahlplakate vor. Zu diesem Zweck schießen wir schon seit geraumer Zeit Fotos von allem, was anlässlich der Kommunalwahl so in den verschiedenen Stadtvierteln an Polit-Plakatierung an Wänden, Laternenmasten und Litfaßsäulen hängt. Eins allerdings ist uns diesmal aufgefallen: Man muss sich höllisch beeilen, die Plakate überhaupt fotografieren zu können. Denn viele hängen nicht sehr lange.

Pure Zerstörungswut

Daran ist zum einen sicherlich das Wetter schuld. Die letzten Wochen waren regnerisch und stürmisch: Papierplakate weichen durch und lösen sich ab. Bedruckte Kunststofffolien hängen oft nur an dünnen Kabelbindern. Sind diese nicht richtig fixiert, rutscht das Plakat am Laternenpfahl zu Boden, der nächste Betrunkene torkelt dagegen; das war’s dann. Oder die Aufhängung reißt aus und es flattert lustig im Wind, bevor es zu Boden geht. Manche Plakate werden auch von den jeweiligen Parteien im Laufe des Wahlkampfs ganz offiziell entfernt und durch aktuellere ersetzt.

Bei einigen Plakaten ist aber ganz offensichtlich blinde Zerstörungswut der Ursprung. Bei insgesamt 20 antretenden Parteien gibt es einige, deren Programm einem nicht schmecken mag. Aber die muss man ja auch nicht wählen. Mutwilliges Kaputtmachen hingegen ist weder verwegen noch demokratisch — es ist einfach nur dämlich. Denn wo ein zerrissenes Plakat hängt, sinkt die Hemmschwelle, das nächste ebenfalls vom Mast zu reißen. Wenn also ein Vetreter einer Partei gezielt Jagd auf Plakate einer gegnerischen Polit-Vereinigung macht, wie das jezt in Seckbach nachgewiesen wurde, dann ist das ein ziemliches Armutszeugnis und erzeugt eine Stimmung, die sich ganz schnell auch gegen die eigenen Plakate richten kann.

Leider ist diese Art des Vandalismus auch keineswegs auf Frankfurt beschränkt, wie der Polizeibericht lehrt. Uns spornt das eher an, die Plakate rechtzeitig abzulichten, um möglichst viele in unserer Collage unterbringen zu können. Über einhundert verschiedene Motive haben wir schon gesammelt. Und den potenziellen Plakatzerstörern sei ein Satz ins Stammbuch geschrieben, denn mir ein bekannter Lokalpolitiker neulich zuflüsterte: “Ich bin mir gar nicht sicher, ob diese ganze Plakatierung irgendeinen Einfluss auf das Wahlergebnis haben wird.” Eben. Also lasst die Plakate hängen und geht besser am 6. März wählen.

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