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Schwarz-Grüne Auflösung

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Schwarz-Grün

Wenn nächsten Sonntag Frankfurts Wähler zu den Urnen marschieren, um ein neues Stadtparlament zu wählen, dann gilt nach aktuellen Umfragen ihre größte Alltagssorge nicht etwa der Flüchtlingskrise, sondern den Verkehrsproblemen. Und da liegen die Vorstellungen der bisherigen Koalitionspartner CDU und Grüne deutlich auseinander. War’s das für Schwarz-Grün in Frankfurt?

Ist die Luft raus?

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Frankfurter Neuen Presse sieht jedenfalls in allen hessischen Großstädten die SPD wieder als zweitstärkste Kraft hinter der Union, in Frankfurt deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden großen Volksparteien an. Bei der letzten Kommunalwahl profitierten die Grünen nicht zuletzt massiv vom Fukushima-Effekt, darauf können sie sich diesmal nicht verlassen. Zudem bestand die Schwarz-Grüne Koalition in Frankfurt zu diesem Zeitpunkt schon fünf Jahre, mittlerweile haben sich Beteiligten aneinander abgearbeitet, die Luft scheint zusehends draußen zu sein, die Risse zwischen den wechselseitigen Vorstellungen werden deutlicher.

Zwistigkeiten zwischen den Koalitionspartnern entstanden sowohl durch die unterschiedliche Bewertung der Blockupy-Proteste im Jahr 2013, als auch durch die unterschiedliche Haltung zum Flughafenausbau. Mit ihrer Zustimmung zum Bau des dritten Terminals haben sich die Grünen nicht eben Freunde gemacht, lag diese Entscheidung doch quer zu ihrer bisherigen Parteilinie.

Länger haltbar als anderswo

Ohnehin hat das Bündnis der beiden Parteien in der Mainmetropole überdurchschnittlich lang gedauert. Vielleicht ist es einfach Zeit für einen Wechsel. Frankfurt ist derzeit die größte Stadt in Deutschland, die noch von Schwarz-Grün regiert wird. In Köln endete die Zusammenarbeit 2004 (nach nur einem Jahr) in Duisburg und Kiel 2009 (nach fünf beziehungsweise sechs Jahren). Sollten sich die schwarz-grünen Zukunftsperspektiven am 6. März tatsächlich in Rauch auflösen, könnte SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann der lachende Dritte sein.

Foto: "Green Something" (Flickr / Achim Schrepfer)
  1. Ich bin mal wirklich gespannt wie das alles so ausgeht. Und wer am Ende doch die Nase vorne hat.

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