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Die lieben Nachbarn, Teil vier

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Graffito_an_der_KaiserleibrückeDes Frankfurters “liebster” Nachbar ist bekanntlich der Offenbacher und über den haben wir hier im Blog bisher so gut wie gar nichts geschrieben. Heute ist ein guter Anlass, das nachzuholen. Frankfurt und Offenbach sollen nämlich enger zusammenwachsen, sagt jedenfalls das Urban Land Inistitut, kurz ULI. Und bevor jetzt das große Geschrei losgeht: Es geht vor allem um ÖPNV, Parks und eine Fußgängerbrücke. Also kein Grund, die Nerven zu verlieren.

Über acht Brücken musst du gehen

Durch Verkehrslage, Flughafen und Messe ist Frankfurt eine der internationalsten Städte in Deutschland, manche sagen sogar, die einzige echte Metropole (die Berliner mögen da widersprechen). Aber im Ranking der bedeutenden Großstädte weltweit droht Frankfurt in den kommenden Jahren zurückzufallen: Das Stadtgebiet ist weitgehend bebaut und Eingemeindungen stehen nicht zur Debatte. Also muss man die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden stärken, denn letztlich zählt für die internationale Attraktivität das Gesamtpaket inklusive Umland. Die genauen Stadtgrenzen sind Touristen, Geschäftsleuten und Investoren wohl eher egal.

In einer Studie, die letzten Mai veröffentlicht wurde, hat das ULI ein paar Dinge zusammen getragen, die Frankfurt und Offenbach gemeinsam besser machen könnten. So gibt es derzeit acht Brücken von Frankfurt nach Frankfurt, aber nur eine einzige von Frankfurt nach Offenbach (wenn man vom Offenbacher Wehr mal absieht, das man zwar zu Fuß überqueren kann, aber nur, wenn man nicht gerade an Höhenangst leidet). Die ULI-Berater wollen den Ist-Zustand durch eine zusätzliche Fußgängerbrücke und eine Wassertaxi-Verbindung verbessern. Auch eine neue Tram-Verbindung und ein direkter S-Bahn-Anschluss von Offenbach über den Südbahnhof zum Flughafen wäre denkbar (die so genannte “Südtangente”).

Die Politik ist jetzt gefragt

Um die Vorschläge auch umzusetzen, muss zunächst die Politik zustimmen. In Offenbach steht der entsprechende Grundsatzbeschluss am 25. Februar auf der Agenda des Stadtparlaments. Wenn auch Frankfurt zugestimmt hat, kann es an die Feinabstimmung gehen, die unter anderem über einen gemeinsamen Flächennutzungsplan realisiert würde. Für den 3. März hat das ULI alle Beteiligten zu einer großen Diskussion eingeladen, dem Frankfurt-Offenbach-Lab. Dort sollen dann konkrete Umsetzungsvorschläge des Konzepts erarbeitet werden.

Auch das Kaiserlei soll im Zuge des “Stadtraums ohne Grenzen” ein neues Image verpasst bekommen. Graffiti wie das in unserem Titelbild dürften dort dann der Vergangenheit angehören. Und dabei zeigt es doch so schön, was Offenbacher und Frankfurter so voneinander halten …

Foto: Flickr / Martin Krolikowski

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