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Der grüne Pirat

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Stand Piratenpartei Zeil

Um die Piratenpartei war es ja zuletzt etwas stiller geworden. Bei der Kommunalwahl vor vier Jahren hatten die orange-farbenen Polit-Freibeuter noch zwei weitere Sitze im Stadtparlament entern können, so dass sie dort auf drei Mitglieder kamen. Zwei davon haben aber mittlerweile die Seiten gewechselt und sind seit Ende 2014 für die Linkspartei tätig. Herbert Förster, der letzte verbliebene Pirat in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung teilte jetzt mit, künftig mit der Fraktion der Grünen zusammen arbeiten zu wollen.

Ohne Fraktion keine Ausschussarbeit

Auf seiner Webseite schildert Förster die jüngeren Auflösungserscheinungen: Da der Pirat Martin Kliehm nach seinem Wechsel zur Linkspartei sein Mandat nicht aufgeben und einen Nachrücker von der Piratenliste zulassen wollte, entschied sich Förster dazu, aus der Fraktion auszutreten und damit ihre Auflösung zu bewirken. Ohne Fraktionszugehörigkeit hat ein Abegordneter zwar noch Rederecht in allen Gremien des Stadtparlaments und kann weiterhin seine Stimme abgeben, bei der eigentlich Arbeit in den Ausschüssen bleibt er aber außen vor – und dort werden die politischen Entscheidungsvorlagen erarbeitet.

Schon seit Längerem war Förster, der im Zivilberuf mit seiner Frau einen Teeladen auf der Fressgass betreibt, bei den Fraktionssitzungen der Grünen zu Gast. Mit deren Weltbild kann sich der bekennende Veganer offenbar am besten anfreunden. “Ich habe nach vielen persönlichen Gesprächen und der Teilnahme an den Fraktionssitzungen den Eindruck gewonnen das die Grünen uns in der Sache am nächsten sind”, so Förster. “Sie setzen zu ihren Themen deutliche Akzente, sind aber durch die Koalition mit der CDU etwas gehemmt.”

Der Wahlkampf wirft seine Schatten voraus

Nun also hat er sich der Pirat Förster, der auch schon mal für das Amt des Oberbürgermeisters kandidierte, auch offiziell der Grünen-Fraktion im Römer angeschlossen. Die Grünen selbst haben von dieser Zusammenarbeit ebenfalls Vorteile: Da ihre Fraktion von 24 auf 25 Personen anwächst, erhalten sie in den größeren Ausschüssen einen Sitz mehr als bisher – zu Lasten der Linkspartei. Förster bleibt aber von seiner Parteizugehörigkeit bei den Piraten, für die er auch bei der kommenden Wahl am 6. März 2016 wieder dabei sein möchte. Bis dahin dürfte wohl noch einiges von den Piraten zu hören sein, schließlich wollen sie wieder Sitze erringen.

Am Pfingstsamstag machten die Frankfurter Piraten mit einen Stand an der Konstablerwache jedenfalls schon einmal auf den nahenden Bürgerentscheid zur Galopprennbahn am 21. Juni aufmerksam – den ersten Frankfurter Bürgerentscheid überhaupt. Aber auf dieses Thema werden wir in den kommenden Tagen noch einmal in einem eigenen Artikel zurückkommen.

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