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Wie Pegida in Frankfurt versagt

3 Kommentare

2015-03-02 15.25.32

Die Pegida-Bewegung kann in Frankfurt nicht Fuß fassen und da möchte man doch mit dem Brustton der Überzeugung sagen: Gut so! Rund 50 Demonstration haben die islamophoben Kleinbürger angemeldet, jeweils Montags. Und so stehen heute, wie auch eine Woche zuvor, die Polizeiwagen kohortenweise in der Innenstadt herum. Ob dieses Aufgebot allerdings bezüglich der Pegidianer aufgestellt worden ist oder eher wegen der weitaus größeren Gegenbewegung, überlasse ich der individuellen Interptetationsfähigkeit.

Kleinbürgertum chancenlos

Schon bei dem ersten Auftritt in der Mainmetropole war eines klar: Egal in welches Gewand man Fremdenfeindlichkeit stecken möchte, gegen ein weltoffenes und multikulturelles Frankfurt ist es chancenlos. Und so hat sich auch die Fragida-Facebookseite schon im Januar in Wohlgefallen aufgelöst. Angeblich aufgrund des Charlie Hebdo Anschlages, weil man der Polarisierung keinen weiteren Vorschub leisten möchte. Ein Schelm wer denkt, dass dies aufgrund des öffentlichen Desinteresses geschehen wäre.

Bei aller Freude über das Versagen von Pegida in Frankfurt, darf man jedoch nicht das Übel totschweigen, das eigentlich dahinter steckt. Leider schaffen es rechte Rattenfänger andernorts zu Hauf, besorgte Menschen vor ihren Karren zu spannen. Ich tue mich schwer damit, 15.000 Menschen in Dresden pauschal als Nazis zu titulieren. Das wäre weder fair, noch trifft es den Kern des Problems. Natürlich ist die Pegida-Bewegung der falsche Weg aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Menschen die sich dort haben einfangen lassen, mit echten Problemen zu kämpfen haben und da ist ein hanebüchener Aufhänger, die Angst vor Islamisierung, gerade recht gekommen. Die Menschen hatten das Bedürfnis auf die Straße zu gehen, um ihrem Unmut Kund zu tun. Etwas das ja an sich nicht schlecht ist.

Leere Parolen

Eine Pauschallösung gibt es leider nicht. Die Menschen haben das Vertrauen in die Politik, vor allem aber in die Politiker verloren. In den letzten Jahren verzeichnen wir einen wachsenden Billiglohnsektor und viele Menschen, die sich früher zur gesicherten Mittelschicht zählen konnten, müssen nun zwei oder mehr Jobs bewältigen, um über die Runden zu kommen.

Eine Frau Merkel, die sich dann hin stellt und behauptet, dass Deutschland ja gut gehe, ist dieser Verzweiflung nur zuträglich.
Man möchte den Menschen da oben (Politiker, Manager, Verantwortungsträger) ins Gesicht schreien, dass sie doch endlich wieder ihren faulen Hintern in Bewegung setzen und nicht auf ihrem verdammten Exportüberschuss sitzen bleiben sollen. Kurzum: Toll das Pegida in Frankfurt die Segel streicht aber die wirklichen Probleme haben wir damit nicht gelöst.

  1. Die Politik schafft alles andere als vollwertige Arbeitsplätze. Pegida und Co sind da nur Symptome der Krankheit. Wir in Frankfurt haben es, Gott sei Dank, noch gut. Die Menschen im Osten wohl weniger… trotz allem, hier in Frankfurt hamse keine Bühne gefunden. Gut so.

  2. Was für ein Glück dass man von der Pegida Bewegung nichts mehr hört! Ich persönlich habe mich für diese Leute geschämt. Dass ist nicht das Bild was Deutschland in der Weltöffentlichkeit verbreiten sollte. Hassschüren gegen Ausländer hat in Deutschland nix zu suchen.

  3. Ja stimmt, ihr habt recht. Scheiß Linke! Ich bastel mir jetzt ein Schild “Wir sind das Volk”, gehe auf die Straße und hetze gegen Ausländer, hab eh nix besseres zu tun und danach gehts mir vielleicht auch wirtschaftlich besser.

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