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Mehr Touristen in Frankfurt

2 Kommentare

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Gelegentlich zweifelt man ja an seiner eigenen Wahrnehmung. So ging es mir eigentlich durchweg in den letzten Monaten, als ich dachte: “Mein Gott, sind hier viele Touristen unterwegs.” Egal wo ich mich so in der Innenstadt herumtrieb, immer war eine Gruppe asiatischer Touristen, mit Einkaufstüten beladen und Digitalkameras bewaffnet, keinen Steinwurf entfernt. Dank der heutigen Ausgabe der FAZ, in der in einem Artikel zum Thema Tourismus genau das bestätigt wird, darf ich meinen Einschätzungen nun wieder vertrauen.

Mehr Asiaten, weniger Russen

Und noch etwas ist wahr: Es sind deutlich mehr Asiaten in Frankfurt unterwegs. Laut Thomas Feda, Geschäftsführer der stadteigenen Tourismus und Congress GmbH, 2014 fünfzehn Prozent mehr als 2013. Das deckt sich auch herrlich mit einem erquickenden Gespräch, das ich letzte Woche mit einem Bekannten führte, der – wie es der Zufall wollte – fünfzehn Jahre in Shanghai gelebt hat. Die Unterhaltung endete mit dem Fazit, dass es in den Geschäften der Goethestraße inzwischen mehr Mitarbeiter gibt, die Chinesisch sprechen als Englisch. Von Russisch gar nicht zu reden, denn Väterchen Russland entsendete 2014 sehr viel weniger Reiselustige als 2013. Zieht man die wirtschaftliche Lage im Osten in Betracht, nicht weiter verwunderlich.

Aber laut Feda war 2014 ein Rekordjahr. Acht Millionen Touristen haben die Mainmetropole im vergangenen Jahr besucht. Das sind rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt so viel als vor 20 Jahren. Leider sind es ein Großteil Geschäftsreisende. Warum Leider? Sind wir doch mal ehrlich, wenn man aus dem Haupteingang des Hauptbahnhofes aus Frankfurt betritt, ist das nicht gerade eine Augenweide. Wenn die Leute nur den Bahnhof, das Taxi und den Meetingraum sehen, darf man sich dann auch nicht wundern, wenn im Anschluss von einem hässlichen Frankfurt geredet wird. Aber vielleicht liegt das auch in der Natur der Dinge und hat gar nichts mit dem Hauptbahnhof zu tun.

Foto: Flickr / Rupert Ganzer
  1. Das ist teilweise sehr lustig. Die kommen mit Bussen an den Römer und werden dann durch bestimmte Läden geführt, wo sie nur einkaufen dürfen oder können. Find ich immer witzig die asiatischen Kolonnen.

  2. Ich finde das eine klasse Sache und biete mich im Vorbeigehen gerne als Aushilfsfotograf an :)
    Stellvertretend für Heidelberg kann ich aber sagen, dass mir als Kehrseite dann natürlich die Souvenirshops und Touristenfallen ins Gedächtnis kommen, die für Einheimische wenig attraktiv sind. Insgesamt freut es mich aber immer sehr, wenn ich sehe, dass andere Nationen Deutschland als Reiseziel wählen!

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