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Odysee Büroflächen

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Wie schon mehrfach berichtet, gehört Frankfurt schon seit einigen Jahren zu den deutschen Boom-Städten, bedeutet unter anderem, dass die Mainmetropole ein konstantes Bevölkerungswachstum vorweisen kann. Dies führt natürlich dazu, dass die neu angekommenen Frankfurter auch einen Platz benötigen wo sie arbeiten. Als ich mich also vor einigen Monaten auf die Suche nach einem kleinen Büroraum umgeschaut habe, war ich verhältnismäßig optimistisch,  dachte ich doch, dass ganz gute Ausgangsvoraussetzungen bestehen. Weit gefehlt.

Als nützliches Hintergrundwissen lässt sich zunächst festhalten: Laut Gewerbemarktbericht der Industrie- und Handelskammer, liegt die Leerstandsquote von Büroflachen ein paar Promille unter vierzehn Prozent. Bedeutet im Umkehrschluss, dass es durchaus genug Büroräume gibt. Es sind sogar so viele, dass sich die Stadtverwaltung herausgenommen hat, leer stehende Büroimmobilien zu Wohnflächen umzuwandeln. Nicht immer zur Freude der Besitzer aber hey, auch in Frankfurt leben wir nicht im Land wo Milch und Honig fließen.

Büros: Zu groß, zu teuer

Aus der eigenen Erfahrung gesprochen kann ich berichten, dass es schier unmöglich zu sein scheint, einen kleinen (Ein Raum – unter 20qm) und bezahlbaren Büroraum zu bekommen. Grob vereinfacht: Entweder möchten die Vermieter gleich eine ganze Etage los werden oder die Vorstellungen bezüglich der Quadratmeterpreise sind vollkommen illusorisch.

Eine erste Überraschung bereits zu Anfang: gute Makler in Frankfurt gibt es zu genüge. Zahlreiche Büroimmobilien gibt es ohne eine Provision zahlen zu müssen. Auch ein Indiz dafür, dass es ein durchaus breit gefächertes Angebot gibt. Leider können die Makler – und ohne geht es kaum – aber auch nur das vermitteln, was ihnen selbst angeboten worden ist. Wird man doch einmal fündig, überlegt sich der Vermieter vielleicht in letzter Minute, dass er dann doch lieber einen Fünf-Jahres-Vertrag schließen möchte. Natürlich mit einer saftigen Staffelung versehen. Hin und wieder habe ich mich tatsächlich gefragt, ob manch ein Vermieter seine Flächen überhaupt vermieten möchte oder ob es irgendeine Motivation geben könnte, sie einfach leer stehen zu lassen.

Das Verrückte scheint zu sein, dass, sobald man die Frankfurter Stadtgrenze übertritt, all diese Probleme wie weggefegt zu sein scheinen. Ich traue es mich ja kaum zu sagen, aber selbst in Offenbach bekommt man schneller vernünftige Büroflachen, von noch kleineren Orten gar nicht erst zu reden. Es wird kleinen Unternehmern also nicht gerade leicht gemacht.

  1. Das mit der guten Verfügbarkeit ist glaube ich nur auf Büroflächen beschränkt. Sucht man Wohnraum oder wie in unserem Fall nach Produktionsflächen, so ist die Lage auch jenseits Frankfurts gleich schlecht. Im Gegenteil, teilweise wurden Vermieter durch die “Kreativstadt”-Werbetrommel der Stadt Offenbach animiert, mehr zu verlangen. Ein weiteres Übel war, dass Hausbesitzer jeden Streifen an Aussenflur zu Bezahlparkplätzen umgewidmet hatten.

  2. Ich hab einmal während eines Studentenjobs in einem kleinen Büro gearbeitet, dass in einer Bürogemeinschaft untergebracht war. Das hatte nicht nur den Vorteil, dass die Unternehmer sich mit anderen Selbstständigen austauschen können. Gerade in der Innenstadt ist das eine Möglichkeit für Freiberufler in guter Lage Bürofläche zu bekommen.
    Vielleicht brauchst du gar nicht bis in das Umland gehen. Auch in den Stadtteilen gibt es in den Hinterhöfen Büro- und Gewerbeflächen.

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