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Fluglärmgegner schimpfen auf Schwarz-Grün

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Eigentlich lag ich nach einer freitäglichen Feier Samstag früh noch im Bett. Aber dann tönte ohrenbetäubender Krach durch die Straßen der Innenstadt. Die Flughafenkritiker wollten den Grünen, die im Gebäude des Stadtwerke-Casinos über den Koalitionsvertrag abstimmten, einmal zeigen, wie sich Fluglärm anfühlt. Da an Schlaf eh nicht mehr zu denken war, beschloss ich, mir das mal aus der Nähe anzusehen.

Pinocchio-Nasen für Al-Wazir und Bouffier

Einige hundert Gegner des Frankfurter Flughafenausbaus gaben den Delegierten der Grünen mit Pfeifkonzerten, Sprechchören und Trommelrhythmen zu verstehen, dass sie mit den Lösungen im Koalitionsvertrag keineswegs einverstanden sind. Die vorbereiteten Transparente ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Auf einem Plakat wurden die künftigen Koalitionäre als „Lärmpausenclowns“ bezeichnet, die Grünen seien „Wahlbetrüger“ hieß es auf einem anderem und „Schwarz-Grün stinkt zum Himmel!“ stand auf der Jacke eines Demonstranten. Karikaturen am Kundegebungswagen zeigten Bouffier und Al-Wazir als Pinocchios mit langen Lügennasen.

Der Aufmarsch wurde von Organisationen wie der IG Metall und Robin Wood unterstützt. Eine überschaubare Anzahl an Polizeikräften sicherte den Eingang des Gebäudes, so dass die Grünenvertreter zur Abstimmung gehen konnten. Alles lief friedlich ab, Demonstranten und Vertreter der Polizeigewerkschaft verteilten Handzettel.

„In der schwarzen Soße abgesoffen“

In ihrer Rede betonte Carola Gottas, Sprecherin der Bürgerinitiative Flörsheim-Hochheim, die Kritik der Anwohner am Flughafenausbau und erneuerte die Forderungen nach einer Schließung der Nordwestlandebahn, einem strikten Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr früh und einem Baustopp für das Terminal 3. „Wenn die Mitgliederversammlung heute dem Koalitionsvertrag zustimmt, dann heißt Wechsel nur, dass die hessischen Grünen in der schwarzen Soße abgesoffen sind“, sagte sie in ihrer Rede.

Ab 11 Uhr gingen Vertreter der Bürgerinitiativen in den Abstimmungssaal, um den Grünen nochmals formal ihre Missbilligung auszusprechen. Genutzt hat es nichts: Wie erwartet, stimmten die grünen Delegierten für die Koalition mit der CDU – das erste Schwarz-Grüne Bündnis in einem Flächenland. Den Flughafenausbau behandelte Grünen-Chef Tarek Al-Wazir in seiner Rede nur am Rande. Eine Vertreterin der IG Metall bescheinigte ihm in ihrem Vortrag zuvor Konsequenz: „Al-Wazir hat nur gesagt, er will Wirtschaftsminister werden – er hat nicht gesagt, mit wem!“

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