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Jugendkriminalität in Frankfurt rückläufig

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Dass die Jugend immer rücksichtsloser wird, ist ein beliebtes Klischee. Zumindest was Gesetzesverstöße angeht, spricht die Statistik aber zum Glück eine andere Sprache. Die FDP-Fraktion im Römer wollte es genau wissen und stellte eine Anfrage an den Magistrat. Die überraschende Antwort: Die Delikte, die von Minderjährigen (14-17 Jahre) in Frankfurt verübt wurden, gingen 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 10% zurück.

Weniger Körperverletzungen, mehr Raub

Bei den Körperverletzungen war der Rückgang nicht ganz so groß, aber immerhin wurden hier 6,5% weniger Taten erfasst als noch 2011. Die Gewaltkriminalität unter Frankfurter Jugendlichen nahm 2012 insgesamt ab, von 400 auf 336 Fälle. Die einzigen Taten, bei denen höhere Zahlen als im Vorjahr ermittelt wurden, betrafen Raub und räuberische Erpressung.

Drittes Haus des Jugendrechts im Frankfurter Norden

Um die Fallzahlen weiter zu senken, soll noch in diesem Jahr das schon lange geplante dritte Haus des Jugendrechts in Frankfurt entstehen. Es wird für die nördlichen Stadtbezirke zuständig sein. Noch werden allerdings geeignete Räumlichkeiten gesucht. Ziel der Einrichtung ist es, die Wege zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe zu verkürzen und so schneller eingreifen zu können, wenn Jugendliche straffällig werden. Drei Staatsanwälte, sieben Jugendgerichtshelfer und 18 Polizisten sollen im Haus des Jugendrechts zusammenarbeiten.

„Frankfurter Weg“ in der Drogenpolitik

Beim Drogenkonsum von Jugendlichen war Frankfurt in der Vergangenheit leider häufig Trendsetter. Dafür wurden hier aber auch alternative Wege entwickelt, um das Drogenproblem in den Griff zu bekommen. In der Drogenpolitik beschreitet die Stadt seit langem ihren international beachteten „Frankfurter Weg“, eine Mischung aus Hilfe und Druck. Zum einen will die Politik dadurch verhindern, dass Jugendliche überhaupt zu Konsumenten werden. Gleichzeitig soll das Angebot an Suchtmitteln verringert werden.

Durch die Flughafennähe ist Frankfurt an die internationalen Drogenhandelsrouten direkt angeschlossen. Manchmal gelingt den Behörden aber auch ein spektakulärer Fund: Anfang August konnte der Zoll am Flughafen eine Sendung von zehn Kilogramm Opium abfangen, die von Indien nach Kanada gehen sollte. Versteckt war der Stoff in einer mit Gummi überzogenen Metallwalze.

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