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Daheim sterben die Clubs

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Nun hat es auch das Living XXL erwischt: Die Betreibergesellschaft der Disco unter der EZB hat Insolvenz beantragt. Das bestätigte das Amtsgericht in Mannheim, das örtlich zuständig ist, da die Living Eventmanagement & Verwaltungs GmbH ihren juristischen Sitz in Brühl (Baden-Württemberg) hat. Nach U60311, Monza und Cocoon Club steht damit eine weitere einstmals feste Adresse des Frankfurter Nachtlebens vor dem Aus.

Vorläufig geht der Betrieb weiter

Zunächst einmal kümmert sich jetzt der vorläufige Verwalter Lucas Flöther darum, wie lange das Geld noch ausreicht, um die Geschäfte fortführen zu können. Nach Informationen von hr online ist der laufende Betrieb zumindest bis zum September sichergestellt. Die weitere Zukunft des Clubs steht allerdings in den Sternen.

Entschieden ist über den Insolvenzantrag nämlich noch nicht; zunächst einmal wird alles geprüft. Auch ist es in solchen Fällen üblich, zuvor die Vermögenslage des Betriebs umfassend zu bewerten. Von Zahlungsrückständen im sechsstelligen Bereich ist die Rede. Unsere Anfrage mit Bitte um Stellungnahme blieb von Seiten des Betreibers unbeantwortet. Weder auf der Internetseite des Clubs noch bei Facebook gab es bisher ein Statement der Geschäftsführung.

Kult-Disko mit 15 Jahren Tradition

Das Living öffnete 1998 seine Pforten und war mit seinen rund 1.100 Quadratmetern Fläche lange Zeit einer der Eckpfeiler der Clubszene in der Innenstadt. Selbst Mallorca-König Jürgen Drews war hier schon zu Gast und sorgte für Stimmung. Aber das Verhalten der Clubgäste in Frankfurt hat sich geändert, darunter litt zuletzt nicht nur das Living.

Zum einen ist da der neue Mega-Club Gibson auf der Zeil, der Publikum von den anderen Tanztempeln abzieht. Auch das King Kamehameha spürt diese zusätzliche Konkurrenz. Im Falle des Living gab es aber noch einen zweiten Negativfaktor: Das Occupy-Camp direkt vor der Haustür schlug auf die Stimmung der Gäste, wie die Clubbetreiber im Mai gegenüber dem Journal Frankfurt einräumten.

Richtig gut lief im Living zuletzt nur noch die Afterwork-Party am Mittwoch, selbst am Wochenende zog es die Gäste anderswo hin. Auch das Konzept der „Blue-Monday-Parties“ konnte keine wesentliche Belebung mehr erreichen.

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  1. Noch ein Club ist tot! | LSH: Linux Service Höhn - [...] Ein ausführlicherer Beitrag findet sich im “Frankfurter Blog.” [...]

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