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Beständiger als Rot-Grün

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Mit seinen Freunden aus 68er Tagen, den Grünen-Poltikern Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit, wettete Varieté-Direktor Johnny Klinke einst, dass der Tigerpalast ihren Auftritt auf der politischen Bühne überdauern würde. Er hat Recht behalten: Dieses Jahr feiert das Frankfurter Varieté-Theater 25. Geburtstag, am 30. September 1988 wurde es eröffnet. Begangen wird das Jubiläum ab 21. August ganz stilecht mit einem Revue-Programm der Extraklasse.

Der Tigerpalast hat im Grunde eine vergessene Kunstform wiederbelebt, die Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich entwickelt wurde und in den 1920er Jahren ihren Höhepunkt fand. In den 1980ern war das Revuetheater fast ausgestorben: Ein buntes Nummerntheater, bei dem sich Akrobaten, Jongleure, Zauberkünstler, Pantomimen und Chanson-Sänger miteinander abwechseln. Darüber hinaus kann sich das Publikum in zwei Restaurants und einer Bar auch noch mit allerhand Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Rund-um-Vergnügen ist also garantiert.

Top-Künstler aus aller Welt

Für die Magie sorgt in diese Saison die chinesische Zauberkünstlerin Juliana Chen, während Alexey Mironov und der Ungar Csaba Méhes für die komödiantischen Einlagen zuständig sind. Der Russe Roman Khapersky zeigt seine Gleichgewichtsakrobatik und die italienische Künstlergruppe „Giurintanos“ bieten atemberaubende Rollschuhartistik. Mit dabei sind auch das Duo Juggling Tango aus Paris, die Tanz und Jonglierkunst auf überraschende Weise miteinander verbinden. Diese und noch weitere Künstler können ab sofort im Tigerpalast bestaunt werden.

Das große Haus benötigt neben den Künstlern aber auch eine ganze Menge an Logistik. Über 70 Leute braucht es, um den Laden am Laufen zu halten. Die Künstler wohnen während der Saison in mehreren Wohnungen direkt im Haus und bilden eine Art großer Gemeinschaft. Tiger sind im Tigerpalast übrigens tatsächlich mal aufgetreten – aber das ist schon eine ganze Weile her. Seinen Namen verdankt das Theater hingegen einem Bezug auf das chinesische Horoskop: Demnach war 1986, als das Konzept des Tigerpalasts von Klinke und seiner Partnerin Margareta Dillinger erdacht wurde, ein „Jahr des Tigers“.

Liberté, Egalité – Varieté!

Unvergessen ist dieser Ausspruch des Kabarettisten, Frankfurters und Tigerpalast-Mitgründers Matthias Beltz (1945-2002). Sein plötzlicher Tod hatte eine tiefe Lücke gerissen, die bis heute nicht geschlossen ist. Aber die Show im Haus in der Heiligkreuzgasse, hinter den Frankfurter Gerichtsgebäuden, sie muss weitergehen. Der Tigerpalast bietet die ganze Woche – außer Montag – zwei Vorstellungen pro Tag, am frühen und am späteren Abend. Die Ticket-Hotline unter 069/920022-0 ist von 10:00 bis 19:00 Uhr geschaltet. Na denn: Lasst die Show beginnen!

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