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Künftige Konstrukteure üben den Segelflug

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Startvorbereitung

Papierflieger haben wir als Kinder alle mal gebastelt. Aber wie lange bleibt so ein Flieger in der Luft, wenn er aus Stahlblech besteht? Dieser spannenden Frage widmeten sich Anfang Juli rund 50 Studierende von sieben Universitäten, die in 16 Teams beim Wettbewerb „Stahl fliegt 2013“ auf dem Frankfurter Messegelände gegeneinander antraten. Mit dabei waren diesmal Studenten der Hochschulen aus Aachen, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Kassel, München und Saarbrücken.

Für die Flugzeuge gab es dabei genaue Vorgaben für Maximalgewicht, Abmessungen, Antrieb und Nutzlast. So musste das Fluggerät in einen Würfel von einem Meter Kantenlänge passen und in der Lage sein, eine Schraubenmutter von rund 4,5 Gramm zu transportieren. Gefördert wird der Wettbewerb von der Forschungsvereinigung Stahlanwendung (FOSTA).

TU Darmstadt in diesem Jahr Gastgeber

Der Leiter des Instituts für Produktionstechnik und Umformmaschinen (PtU) an der TU Darmstadt, Professor Peter Groche, hieß zunächst alle Teilnehmer im neu eröffneten Hörsaalgebäude auf dem Campus Lichtwiese willkommen. Die Teams stellten einander ihre Entwürfe vor und zeigten, wie sie technisch an die Problemstellung herangegangen waren. Dabei ging es vor allem darum zu zeigen, welche Recherchen die jeweilige Gruppe angestellt hatte, wie sie zu ihrem Entwurf gekommen war und wie sie die Werkstoffe miteinander verbunden hatte. Auch über Schwierigkeiten und deren Lösung in der Testphase wurde berichtet.

Bei den Konstruktionen gab es neben den gewohnten Segelflugzeugen und Deltaflüglern auch innovative Ansätze. Dabei konnte das Fluggerät auch mal an ein Samenkorn erinnern – oder an eine Frisbee-Scheibe. Die meisten Teams setzten aber auf unterschiedliche Varianten des klassischen Segelflugzeugs mit einem Leitwerk zur Stabilisierung des Flugs.

Beste Flugzeit im Praxistest: Über 19 Sekunden

In der Frankfurter Messehalle 8 musste sich dann am folgenden Tag zeigen, welcher Flieger die Nase vorne hatte. Gestartet wurde von einer Hebebühne aus neun Meter Höhe. Außer Muskelkraft waren als Antrieb lediglich Gummibänder erlaubt; die Teams nutzten je nach Konstruktion ihres Fliegers unterschiedliche Wurftechniken.

Spektakuläre Gleitflüge gehörten ebenso zum Programm wie katastrophale Bruchlandungen. Drei Gruppen lagen in der Wertung mit Einzelflugzeiten von rund 19 Sekunden am Ende ganz knapp beieinander: Die Teams Aachen 3, Bremen 2 und Dortmund 3 schlugen sich im Praxistest am besten. Die Preisverleihung wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, wenn neben den besten Flugzeiten auch der innovativste Lösungsansatz von den Jury-Mitgliedern gekürt worden ist.

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