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Offener Bücherschrank in Ginnheim

2 Kommentare

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2009 wurde der erste offene Bücherschrank auf dem Merianplatz gebaut. Seitdem findet das Konzept in ganz Frankfurt Anwendung und bereichert Stadtteile mit der Mini-Bibliothek, die 24 Stunden geöffnet hat. Die Idee ist einfach: Ein massiver Bücherschrank wird auf einen frequentierten Platz gebaut und jeder hat Zugriff. Es können ganz nach Belieben Bücher reingestellt, rausgenommen oder ausgetauscht werden. Nach einigen Querelen gibt es einen solchen Schrank nun auch in Ginnheim, an der Ecke Kurhessenstraße/Höhenblick.

Die Einwohner hatten schon lange für einen offenen Bücherschrank skandiert, sind aber auf taube Ohren gestoßen. Irgendwann wurde dann eine alte gelbe Telefonzelle in Beschlag genommen. Ruckzuck war die ganze Zelle voller Bücher, dass Telefon war ohnehin schon lange vorher entfernt worden. Wir wären aber nicht in der Heimat der Kleinkarierten, wenn sich nicht irgendjemand über eine derartige Eigeninitiative aufregen würde. Dieses mal war es die Telekom, die sich darüber echauffierte, dass sie niemand um Erlaubnis gefragt hat.

Offene Bücherschränke in Frankfurt

Die Telefonzelle wurde dann schließlich von der Telekom abgerissen und an seiner statt eine schön betonierte Fläche hinterlassen. Der Zustand war dann für ein paar Monate zu bewundern, bevor sich der Ortsbeirat so richtig ins Zeug gelegt hat und die Verantwortlichen weich geklopft hatte. Jetzt hat seit ein paar Tagen also auch Ginnheim einen offenen Bücherschrank und der sieht genau so aus, wie es sich gehört: Standardgrau und Standardmaße. Gefallen tut er den Leuten trotzdem. Vielleicht hätte man es aber billiger, schneller und bunter haben können.

  1. Ich fand den “wilden” Bücherschrank schon klasse und hab’ mich auch über die Kleinkariertheit der Telekom geärgert. Finde es aber toll, dass es jetzt einen “offiziellen” öffentlichen Bücherschrank gibt; habe schon einige Bücher hingetragen und gerade wieder welche geholt. Freue mich, dass auch ich bei der Unterschriftenaktion seinerzeit mitgemacht habe, als es um den wilden Bücherschrank ging. Eine tolle Idee, Bücher öffentlich und rund um die Uhr allen zugänglich zu machen, denn für mich gilt seit Kindertagen der Satz “Lesen ist wie atmen”….
    Viele Grüße
    Monika Mahone

  2. Ich bin vor knapp zwei Monaten nach Ginnheim gezogen und muss sagen: Ich liebe diesen Bücherschrank. Überhaupt ist das gesamte Konzept einfach nur genial.

    Immer wieder finde ich dort neue, interessante Bücher und tausche die dann gegen meine bereits gelesenen. Definitiv eine super Sache und man findet nicht selten echte Raritäten.

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