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Mann im Gallus erschossen

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Am Montagabend wurde im Frankfurter Gallusviertel ein 62-jähriger Mann von der Polizei erschossen, nachdem er mit einem Messer auf die Beamten losgegangen ist. Damit setzt sich eine traurige Tradition fort, denn ist beileibe nicht der erste Einsatz dieser Art.

Medienberichten zufolge soll die Ausgangslage ein Nachbarschaftsstreit gewesen sein, der zwischen dem 62-jährigen und einem acht Jahre älteren Mann entbrannt ist. Beide hatten wohl ordentlich einen hinter die Binde gekippt, was wieder einmal zeigt, dass Alkohol zumeist ein sehr schlechter Ratgeber ist. Der 62-jährige ist infolge des Streits mit dem Messer auf seinen Nachbarn losgegangen und hat diesen schwer verletzt. Zeugen haben daraufhin die Polizei gerufen.

Polizeischüsse im Gallus

Als der Freund und Helfer vor Ort eingetroffen ist, ist der Mann – noch immer mit dem Messer bewaffnet – auf die Beamten losgegangen. Die Beamten haben daraufhin das Feuer eröffnet und den mutmaßlichen Messerstecher mit drei Schüssen niedergestreckt. Am Dienstag ist der Mann dann im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Noch ist unklar, wie genau die Polizisten geschossen haben und eine Obduktion der Leiche steht auch noch aus. Wie bei derartigen Fällen üblich, hat inzwischen das Landeskriminalamt die Untersuchung übernommen.

Erst 2011 gab es im Gallus einen ähnlichen Vorfall, bei dem eine Frau im Jobcenter mit dem Messer Polizisten attackiert hat. Ein Schuss in den Bauch verwundete die Angreiferin tödlich. Und auch ansonsten ist die Frankfurter Polizei nicht gerade zimperlich mit dem Einsatz der Waffe. In den letzten paar Jahren fallen mir spontan eine Handvoll Schießereien ein, so zum Beispiel bei einer Verkehrskontrolle 2004, wo zwei Männer erschossen worden sind oder der Mann, der im Juli 2010 mit einem Schwert auf die Polizei los ging, nachdem er sie selbst angerufen hat.

Schusswaffeneinsatz gerechtfertigt?

Ich selber möchte derartige Fälle nicht bewerten. Obwohl ich bekanntermaßen der deutschen Justiz und den Vollstreckungsbehörden kritisch gegenüberstehe, kann ich durchaus verstehen, dass es Situationen gibt, in denen der Einsatz der Waffe gerechtfertigt sein kann. Wie bei anderen Fällen auch werden auch jetzt wieder Stimmen laut, die die Polizisten als Mörder beschimpfen und krakeelen, dass Angreifer nicht getötet werden müssen. Es muss doch aber klar sein, dass es in derartigen Situation immer hektisch zugeht und man auch von Polizisten nicht verlangen kann, dass sie – wenn von jetzt auf gleich jemand mit dem Messer oder einem Schwert auf sie eindrischt – dann die Zeit oder die Nerven haben, noch auf Hände, Beine oder sonst was zu zielen. Es ist auf jeden Fall immer eine Gratwanderung zwischen Totschlag und Notwehr.

Foto: Arno Bachert / pixelio.de
  1. Ich widerspreche heftig. Gerade von einem Polizisten VERLANGE ich Kontrolle. (Der eigenen Emotionen!) Wir sind hier nicht in Mexico! Wenn das nicht gelingt, muss besser ausgebildet und trainiert werden, es muss möglich sein (für einen Polizisten), seinen “Gegner” (Wer ist hier für wen da?) ausser Gefecht zusetzen, ohne auf lebensbedrohende Areala (Kopf/Bauch/Herz) zu schiessen. Ja, ein Messer ist eine waffe, aber keine Schusswaffe. Ungleiche Optionen. Sorry, wenig Verständnis.

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