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Protest gegen das Hessische Kinderförderungsgesetz

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Vom Verein Freie Kinderarbeit Hessen e.V. aus Frankfurt, wir das neue Hessische Kinderförderungsgesetz (kurz HessKiföG) massiv kritisiert. Der Gesetzesentwurf von CDU und FDP, der am 1. Januar 2014 in Kraft treten soll, bedeutet eine signifikante Verschlechterung der Rahmenbedingungen und betrifft insbesondere Kinder im Vor und Grundschulalter.

Alle Eltern oder Menschen, denen das Wohl unserer Kinder am Herzen liegt, sollten sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um sich mit der Sachlage vertraut zu machen. Es steht eine Online Petition zur Verfügung, an der man teilnehmen kann. Aktuell gibt es bereits rund 16.000 Unterzeichner, es müssen aber noch mehr werden. Solltet Ihr der gleichen Meinung sein, dass ein solches Vorgehen nicht annehmbar ist, tut etwas und unterschreibt die Petition.

Folgen des neuen HessKiföG

Wie immer ist ein solcher Gesetzesentwurf nicht auf den ersten Blick zu verstehen. Aber ich möchte ein paar Dinge anführen, die – sollte das Gesetz in Kraft treten – die Folgen wären:

  • Einrichtungen erhalten eine Förderung vom Land Hessen. Um diese auch weiterhin zu bekommen, müssen in Zukunft Gruppen mit 25 Kindern oder mehr belegt werden. Des Weiteren gibt es derzeit noch eine Maximalgröße für Gruppen, in denen sich Kinder unter 3 Jahren befinden: 10 Kinder. Diese Grenze wird dann aufgehoben.
  • In Zukunft können 20 Prozent Laien in die Fachkraftstunden mit eingerechnet werden, was zu einer dramatischen Entprofessionalisierung des Berufsstandes von Erzieherinnen und Erziehern führt und sich negativ auf die Arbeit mit den Kindern auswirken wird. Ich möchte nicht sagen, dass Laien schlechter mit Kindern umgehen, als professionell ausgebildete Pädagogen. Das wichtigste ist immer Liebe und Fürsorge aber bitte, man muss eine dreijährige Ausbildung machen, um Autos zu reparieren und die Arbeit mit Kindern solle einfach jeder machen dürfen, nur um Geld zu sparen? Ein echter Skandal!
  • Zeiten für mittelbare pädagogische Arbeit (Dokumentation, Zusammenarbeit mit Familien, Kooperationen mit anderen Institutionen etc.) und Zeiten für Leitungsfreistellung sind nicht vorgesehen.

Alles in allem, kann ich persönlich diesem Gesetzentwurf wenig bis gar nichts abgewinnen. Für mich stellt es sich so dar, das dieses Gesetz dem einzigen Nutzen dient, die ohnehin maroden Kassen der Länder, ab 2014 auf Kosten der Kinder zu sanieren. Wie so oft, ein mieses Spiel mit denen, die keine Lobby haben.

Foto: Flickr / Howard County
  1. Nach dem was ich gelesen habe, klingt das Gesetz für mich als wenn das Land den Klagen wegen fehlender Betreuungsplätze begegnen möchte. Durch die größeren Gruppen und die Laien (die notwendig sind da qualifizierte Kräfte nicht in ausreichende Zahl verfügbar sind) dienen dem Zweck mehr Kinder betreuen zu können. Dies ist zwar vom Grundsatz her eine gute Idee aber große Gruppen und mögliche räumliche Probleme werden damit nicht behoben.

  2. Sehr interessant und zu krass, was da so entschieden wird. Die echte Argumentation dazu würde mich mal interessieren. Das Thema bekomm ich ja auch immer hautnah mit, da meine Frau in einer KiTa arbeitet. Übrigens, wer Zeit hat und aktiv was machen möchte: am 5.3.2013 gibt es eine Kundgebung aller Frankfurter Kindertageseinrichtungen auf dem Römer. Ich denke, da kann man auch mit laufen, wenn man nicht in einer KiTa arbeitet.

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