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Briefe von Emil Behr im Jüdischen Museum

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Briefwechsel können wichtige Zeitzeugen sein. Manchmal haben sie literarisches Gewicht, wie zum Beispiel im Falle von Frank Kafka, der einen einhundert Seiten starken Brief an seinen Vater geschrieben (jedoch nicht abgeschickt) hat oder aber – wie bei Emil Behr, einen Einblick in das Leben eines Juden geben, der versucht hat im Dritten Reich zu überleben.

Das wirklich spannende an der Korrespondenz von Emil Behr ist, das dieser – bis zu seiner Deportation in das KZ Auschwitz – tatsächlich noch an so etwas wie Gerechtigkeit im Dritten Reich zu glauben schien. Er wollte sein Gehalt einklagen, was ihm von den Machthebern reichlich übel genommen worden war.

Die Enkelin von Emil Behr fand vor einigen Jahren einen Ordner mit der interpretationsfähigen Aufschrift „Angestelltenvertrag E. Behr; KZ-Haft“. Darin enthalten waren die Briefe von Emil Behr. Der gebürtige Pfälzer, der den Zweiten Weltkrieg und das KZ überlebte, trat zudem später als Zeuge in den Voruntersuchungen zum Frankfurter Auschwitzprozess auf. Als auf jeden Fall doppelt interessant in Frankfurter Hinsicht.

Die Ausstellung läuft schon seit Ende 2012, geht aber noch bis zum 31. März 2013. Mehr Informationen sind auf der Website des Jüdischen Museums zu finden.

Foto: Familienbesitz Behr

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