Einträge: Beiträge | Kommentare
Suchen
Astor Film Lounge Frankfurt
Seit Ende Dezember hat die Astor Film Lounge, ganz oben in der Zeilgalerie, geöffnet. Nachdem es bereits zwei Kinos erfolglos versucht haben, dort Fuß zu fassen, versuchen es die Betreiber nun mit einem Premium-Kino der besonderen Art.
Von Anfang an war ich auf das Kino gespannt. Von meinem früheren Stammkino, dem Cinestar, aus diversen Gründen ziemlich enttäuscht, war ich zwischenzeitlich immer wieder mal in den E-Kinos oder im Kinopolis im MTZ. Irgendwie war aber alles nicht so das Gelbe vom Ei, wobei ich sagen muss, dass mir die renovierten E-Kinos schon weitaus besser gefallen haben als das Cinestar.
Der Hobbit und der Doorman
Also habe ich mich schließlich dazu entschlossen, nicht nur der Astor Film Lounge, sondern auch dem „Hobbit“ eine Chance zu geben. Da ich aber über das Kino berichten und keine Filmkritik schreiben möchte, beschränke ich mich an dieser Stelle darauf zu erwähnen, dass der „Hobbit“ einer der besten Filme ist, den ich den letzten Jahren gesehen habe. Zurück zum Kino: Direkt neben dem Eingang zur Zeilgalerie gibt es einen separaten Aufzug, der einen direkt zum Kino führt. Begrüßt wird man schon unten von einem Doorman mit Frack und Zylinder. Ob sich das am Ende durchsetzen wird, weiß ich nicht so recht. Der Kollege war recht unmotiviert und wirklich Sinn macht es auch nicht, abgesehen von dem optischen Effekt eines Doorman, der aber wieder aufgehoben wird, wenn einer da steht, der eigentlich keine Lust hat da zu stehen.
Erster Eindruck vom Astor
Oben angekommen wurde aber das durchschnittliche Bild des Doorman schnell wieder wettgemacht. Es gibt eine gut sortierte Bar, die von motivierten Mitarbeitern betrieben wird, einen kostenlosen Garderobenservice und auch die versprochenen Begrüßungsgetränke waren sehr lecker. Als besonderes Goodie – ich vermute nur an diesem einen Tag – gab es noch einen Marzipanoscar. Alles scheint einigermaßen gut durchorganisiert zu sein und als einziges Manko würde ich lediglich die verhältnismäßig kleinen Toilettenräume nennen, die sich in der Filmpause negativ bemerkbar gemacht haben. Selbst vor der Männertoilette gab es eine mehrere Meter lange Schlange.
Beinfreiheit und Service im Kino
Das wirklich Phänomenale am Astor ist aber der Kinosaal selbst. Sehr großer Saal und ebenso große Leinwand. Die Ledersitze sind der Hammer: groß, gemütlich und entweder ausfahrbar in Liegeposition oder aber mit einem Hocker versehen. Zwischen jedem zweiten Sitz gibt es eine Mittelkonsole, auf der Getränke und diverse Snacks platziert werden können. Ich habe selten etwas Besseres erleben dürfen. Bis zum Filmanfang läuft ständig Servicepersonal durch den Saal, bei denen man Getränke und Snacks bestellen kann. Die Preise finde ich angemessen, egal ob Essen, Getränke oder Eintritt.
Kurzum kann ich sagen, dass die Astor Film Lounge in meinen Augen das beste Kino ist, das Frankfurt momentan zu bieten hat. Die Älteren unter uns werden sich vielleicht noch an das Royal erinnern, das in seiner Anfangszeit ebenfalls eine Klasse für sich war. Das Astor hat in dieser Hinsicht auf jeden Fall eine würdige Nachfolge angetreten!




