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Berlin hat Suhrkamp kein Glück gebracht

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Vor drei Jahren ist der Frankfurter Traditionsverlag Suhrkamp nach Berlin gezogen. So richtig glücklich schien diese Entscheidung nicht zu sein, wobei die Probleme die der Verlag momentan hat, ehrlicherweise wohl kaum vom Umzug allein kommen dürfte. Aber mal ehrlich: Wie kommt jemand auf die hanebüchene Idee, Frankfurt zu verlassen?

Vor allem namhafte deutsche Autoren, wie beispielsweise Bertolt Brecht, Hermann Hesse, Max Frisch oder Martin Walser sorgten in der Mitte des 20. Jahrhundertes dafür, dass der Suhrkamp Verlag zu der gesellschaftskritischen Speerspitze des Verlagswesens avancierte.

Suhrkamp Verlag endet vor Gericht

Der Verlag ist zweigeteilt: 61 Prozent hält die von Ulla Unseld-Berkéwicz geführte Unseld-Familienstiftung. Die restlichen 39 Prozent liegt in den Händen der Medienholding Winterthur, geführt von Hans Barlach. Beide Parteien sind bereits seit einiger Zeit zerstritten. Höhepunkt der Fehde war der von beiden Gesellschaftern gestellte Antrag, den jeweils anderen auszuschließen. Barlach kündigte an, das sollte dem Antrag nicht stattgegeben werden, er die ganze Gesellschaft auflösen möchte.

Der Vorsitzende Richter Norbert Höhne am Landgericht Frankfurt äußerte sich, dass „einer der namhaftesten Teilnehmer am Literaturbetrieb der Nachkriegszeit“ zu verschwinden drohe. Er vermutete, dass sich beide Gesellschafter als „wechselseitig als Inkarnation des Bösen“ ansehen. Es könnte also ein trauriges Ende für das einstige Literaturaushängeschild aus Frankfurt nehmen.

Foto: Flickr / Nils Bremer

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