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Musikbildung in der Alten Oper

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Die Frankfurter Alte Oper hat schon so gut wie jeden Weltstar auf seiner Bühne gehabt. In der Glitz- und Glimmerwelt fühlt man sich als Normalsterblicher hin und wieder ein wenig deplatziert. Am vergangenen Samstag war aber alles ein wenig anders. Unter dem Motto „Musik als Bildungsauftrag“ fand sich der Frankfurter Grundschulchor im Großen Saal ein, um dort ein paar einstudierte Lieder zum Besten zu geben.

Für den großen Auftritt haben mehr als 300 Kinder über einen Zeitraum von sechs Monaten geprobt. Dabei war aber nicht nur das schärfen des Gesangstalents ein Thema. Es wurden theoretische Fragen behandelt, so zum Beispiel, für was ein Orchester überhaupt da ist, welche Instrumente so mitspielen oder was eigentlich die Alte Oper ist?

Schlecht organisierter Abend in der Alten Oper

Leider stand der Abend von Anfang an unter einem schlechten Stern. Es fängt damit an, das die Saalöffnung eigentlich um 18:15 Uhr geplant war. Tatsächlich wurden die Türen zum Großen Saal erst 30 Minuten später geöffnet. Was unter normalen Umständen schon ärgerlich ist, ist fast schon eine Katastrophe, wenn man bedenkt, das sich nicht nur auf der Bühne Kinder im Grundschulalter gelangweilt haben, sondern das auch unter zahlreichen der Zuschauer sehr viele Eltern mit kleinen Kindern waren.

Endlich im Saal angekommen, wartete dann die nächste böse Überraschung. Anstatt zügig mit dem Konzert anzufangen, haben es sich zwei Redner vor Beginn nicht nehmen lassen, gut und gerne 45 Minuten mit Reden zu verbringen, die kaum jemanden im Saal interessiert haben. Da haben die Veranstalter wohl übersehen, dass hier die Kinder im Vordergrund gestanden haben. Auch von Zwischenrufen und immer wieder aufkommenden Beifallsattacken haben sich die beiden Redner nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Wenn Frankfurter Kinder Musik machen

Am Ende wurde dann aber doch alles gut. Die Kinder haben wirklich wunderschön gesungen und der Chorleiter Christoph Gotthardt hatte sowohl das Musikalische als auch die Kinder gut im Griff. Ein paar Stücke haben aus der Masse der sehr guten Lieder herausgestochen, so zum Beispiel der Erlkönig, von dem ich unter anderem auch ein kleines Video gedreht habe. So ein Abend ist auf jeden Fall wiederholenswert, dann aber bitte mit weniger drögen Rednern und ein bisschen besser organisiert.

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