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Intellektuelle Vorbilder in Frankfurt

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Wenn man sich so anschaut, wer heute so alles als Vorbild herangezogen wird, sträuben sich einem schon die Nacken- und auch alle anderen Haare. Während dieses Gedankens bin ich auf das Plakat einer interessanten Veranstaltung gestoßen, die morgen ab 18 Uhr in der Cafébar im Kunstverein stattfindet. Das Thema ist: „Vorbilder von gestern? Zur öffentlichen Rolle engagierter Intellektueller heute“.

Initiiert wird diese Veranstaltung von der Heinrich Böll Stiftung Hessen zu deren 20-jährigem Bestehen. Aus dem Plakat geht nicht zu 100 % hervor, wie genau der Abend ablaufen wird, ich vermute aber sehr stark, dass es sich um eine Art Podiumsdiskussion handeln wird. Es sind einige interessante Gäste dabei, so zum Beispiel Tarek Al-Wazir, Landes- und Fraktionsvorsitzender der hessischen Grünen oder Micha Brumlik, Professor für Erziehungswissenschaften an der Goethe-Uni und oft zitierter Intellektueller.

Fehlende Leit- und Identifikationsfiguren?

Spricht man von Vorbildern, so kommen einem recht schnell Jugendliche und Heranwachsende in den Sinn, die noch sehr oft nach Identifikationsfiguren suchen. Aus Spaß habe ich mich ein wenig in YouTube umgeschaut und nach passenden Videos geschaut. Gestoßen bin ich auf ein recht interessantes Filmchen, das ein Junge in Wuppertal gedreht hat. Er hat auf der Straße Menschen – zumeist Jugendliche – nach ihren Idolen und Vorbildern befragt. Einerseits hat mich das Video in meiner Vermutung bestätigt, dass sehr oft Menschen als Vorbilder genannt werden, die diese Rolle garantiert nicht einnehmen sollten. Zum anderen gab es aber auch ein paar wenige hoffnungsweckende Antworten, so ist zum Beispiel mehrfach die Antwort „meine Mutter“, „mein Vater“ oder mein „großer Bruder“ gefallen und dies auch zum Teil gut begründet.

Spannend fand ich auch die Aussage des Interviewers ganz am Ende des Clips, wo er seine eigenen Vorbilder nennt. In diesem Fall war das Stefan Raab, Nelly und alle anderen, die jung und erfolgreich sind. Das ist auf jeden Fall eine sehr traurige Entwicklung und man muss sich fragen, woran das liegt. Ich bin mir sicher, das die morgige Veranstaltung keine erschöpfende Antwort finden wird aber spannend dürfte es auf jeden Fall werden. Da das ganz Thema unter anderem an Heinrich Böll aufgehängt ist, einem der wichtigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und Literaturnobelpreisträger, frage ich mich wer wohl zu seiner Wirkungszeit als Vorbild angesehen worden ist?

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