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Blockupy Frankfurt und Holz vorm Fenster

2 Kommentare

Das Verwaltungsgericht hat Fakten geschaffen und die kompletten Blockupy-Proteste verboten. Die Gespräche am vergangenen Samstag sind gescheitert, was aufgrund der verhärteten Fronten auch nicht anders zu erwarten war. Die Blockupanten hätten sich mit fünf Lokationen zufriedengegeben, an denen sie ihre Proteste hätten umsetzen können, die Gegenseite hatte vorgeschlagen, dass ganze Unterfangen auf ein anderes Wochenende zu verschieben und die Aktionen auf das Frankfurter Rebstockgelände zu verlegen. Keine der beiden Parteien sind mit ihren Vorschlägen auf offene Ohren gestoßen und natürlich sind es immer die jeweils anderen, die nicht kompromissbereit sind.

Das Blockupy Frankfurt trotz eines Verbotes durch das Verwaltungsgericht stattfinden wird, ist ebenfalls keine Überraschung. Auf der Blockupy-Webpräsenz wird fleißig dazu aufgerufen „massenhaft“ nach Frankfurt zu kommen, da man sich „weder Konzerte, noch das Demonstrieren“ verbieten lassen möchte. Alles frei nach Schopenhauer: „Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“

Und auch unter den Frankfurtern ist man unschlüssig darüber, ob Blockupy nur eine weitere Gelegenheit für den schwarzen Block der Gewaltbereitschaft freien Lauf zu lassen oder das Ganze vielleicht doch eine gute Sache sein könnte. Die meisten Geschäfte in den „betroffenen Zonen“ sehen den Protesttagen auf jeden Fall eher skeptisch hingegen. Das geht soweit, das der eine oder andere angekündigt hat den Laden nicht nur zu schließen, sondern auch präventiv alles mit Holzbalken zu verrammeln. Das es sich dabei um Ladenbesitzer handelt die dann doch eher in den betuchteren Gegenden rund um die Alte Oper und die Fressgass angesiedelt sind wundert dann aber auch nicht.

Bei den Blockupanten stößt die Aufregung hingegen auf Unverständnis. Man möchte nur friedlich demonstrieren und seine Standpunkte klar machen. Der Wille zum Dialog in allen Ehren aber wie wenig die Verantwortlichen dann die Menge im Griff haben, zeigte sich nur zu gut bei der Randale Ende März. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau betonte Nadia Sergan, ehemalige Asta-Vorsitzende der Goethe-Universität, dass es um die gewalttätigen Auseinandersetzungen am 31. März gar nicht ginge und diese lediglich in einer überdramatisierenden Art und Weise von den Medien dargestellt worden seien.

Um die Sache geht es doch schon lange nicht mehr. Beide Seiten reden sich die eigene Motivation und die absehbaren Folgen schön. Jeder möchte recht haben und auf der Seite der „Guten“ stehen. Zweifelsohne haben beide Seiten berechtigte Kritik am Vorgehen des jeweils anderen, dass man sich aber nicht in der Mitte treffen kann, zeigt das weder die Stadt noch die Blockupanten über eine Form gefunden haben sich zu verständigen. Traurig!

Foto: Flickr / jrgcastro

  1. bloggy says:

    Ich wette, dass die meisten Blockupy-Anhänger sogar noch ein Bankkonto bei der Commerzbank / Deutsche Bank / etc. haben.

    So kurzdenkig sind diese Deppen überall geworden.

    Dabei hat der Konsument die grösste Macht: wenn niemand mehr mit Aktien handeln würde und auch kein Bankkonto mehr hat, brechen die Banken automatisch zusammen. Aber so intelligent ist eben niemand mehr auf dieser Welt…

  2. Das System ist eh schon über Verfalldatum. Es ist so ekelhaft und faulig geworden wie jene, die sich gierig und skrupellos daran bereichern. Soziale Intelligenz gleich Null!
    Wer stark genug ist und sich wagt so richtig hinter die Kulissen zu sehen sollte sich das Buch 334 Promille Lüge antun.
    Dies ist aktueller denn je!
    Tipp dazu: Google 666 Wahrheit Wichtige Botschaft

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