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Crytek erhält Auszeichnung

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Die Medienbranche boomt und hat bundesweit mittlerweile mehr Beschäftigte als beispielsweise die Chemieindustrie. Dass es an dieser Stelle auch in Frankfurt den einen oder anderen Spross gibt, der Großartiges vollbringt, ist diese Woche durch die Spieleentwickler Crytek hervorgehoben worden. Die Softwareschmiede konnte mit dem Titel „Crysis 2“ den Preis für das Spiel des Jahres absahnen. Verliehen wurde der begehrte Titel vom Branchenverband BIU.

Von allen Seiten hagelte es Gratulationen, so zum Beispiel vom Frankfurter Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) oder Kai Klose, wirtschaftspolitischer Sprecher der Landesfraktion der Grünen. „Der Preis geht an technisch herausragendes Spiel, dessen grafische Leistung unübertroffen ist“, sagte Klose gegenüber der Frankfurter Rundschau. Kritik kam hingegen vom bayrischen Innenminister Joachim Herrmann, der es für eine „krasse Fehlentwicklung“ hält, dass ein „gewaltverherrlichendes Egoshooter-Spiel“ auch noch einen Preis verliehen bekommt. Er fordert, dass in Zukunft keine Spiele mehr nominiert werden können, die ab 18 freigegeben sind.

Damit stößt Herrmann in das gleiche Horn wie der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen (CDU), der der Meinung ist, dass es unvertretbar ist, das ein „Killerspiel“ einen Preis erhält, der zudem noch vom Bundestag mitgetragen wird. An dieser Stelle kann man es nur schade finden, das derart rückwärts gewandete Politiker, die weder von der Branche noch von den formalen Kriterien des Preises eine Ahnung haben, sich überhaupt die vermeintliche Kompetenz herausnehmen, etwas Derartiges zu kommentieren.

Foto: Crytek

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