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Anti-Kapitalismus Demo in Frankfurt eskaliert

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Am 31. März fand in Frankfurt eine Demonstration statt, die wohl noch lange im Gespräch sein wird. Nicht nur das – zugegebenermaßen erwartet – viele Menschen sich zum „European Day Of Action Against Capitalism“ zusammengefunden habe, von rund 6.000 ist die Rede, es gab auch heftige Ausschreitungen. 465 Festnahmen, bisher noch unbezifferter Sachschaden, ein schwer verletzter Polizist und einige leicht verletzte Demonstranten: Die Bilanz der Demonstration kann sich wahrhaft sehen lassen. Ein Aushängeschild ist das allerdings weder für die Polizei noch für die Demonstranten.

Gegen 14 Uhr versammeln sich die Menschen vor dem Frankfurter Hauptbahnhof und wollen in Richtung der EZB Baustelle auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle marschieren. Die hat die Polizei jedoch schon am frühen Morgen komplett dichtgemacht, ebenso wie die „alte“ EZB am Willy-Brandt-Platz. Dass es zu Problemen kommen könnte, war spätestens dann klar, als die Veranstalter lauthals in Richtung der Polizei verlauten ließen, dass keine Spaltungen oder Provokationen geduldet werden würden. Die Konsequenz wäre eine Auflösung der Demonstration und dann hätte man „nicht mehr in der Hand, was die Leute hier machen.“ Für viele der angereisten Krawalltouristen war aber auch schon die pure Anwesenheit der Polizei Provokation genug.

Kurz vor 16 Uhr gehen die Unruhen dann auch los. Es ist schwer auseinanderzudividieren, wer angefangen hat, doch ich gehe mal davon aus, dass der „Schwarze Block“ sicherlich sein Übriges dazu getan hat, das die Lage sich zugespitzt hat. Anfangs waren es Farbbeutel, die in Richtung der EZB flogen, während die ersten Demonstranten schon auf der Berliner Straße angekommen sind. Vollends läuft dann alles aus dem Ruder, als am Kaiserplatz Blockaden aufgebaut, Feuerwerkskörper gezündet und Pflastersteine aus dem Boden gerissen werden. Letztere fliegen dann auch beständig in Richtung Polizei. Dabei wird ein Beamter am Kopf getroffen! Schlagstöcke werden gezückt und die Prügelei beginnt. Knapp zwei Stunden nach Beginn der Demonstration haben die Veranstalter die Kontrolle komplett verloren, vorausgesetzt sie hatten sie denn jemals.

Am Paulsplatz lassen die Veranstalter dann verkünden: „Wir begrüßen, dass die Stille hier in Frankfurt endlich endet.“ Was soll man sagen: Wenn dass das Ziel war, so wurde es auf jeden Fall erreicht. Eine Demonstration gegen das Kapital finde ich in Ordnung. Was nicht in Ordnung geht, ist jedoch, dass es immer wieder Menschen gibt, die nicht wegen der Sache demonstrieren, sondern nur zugegen sind, um ihre Aggressionen auszuleben. Das hilft weder der Sache noch den Veranstaltern solcher Demonstrationen. Ein Zeichen wurde gesetzt aber irgendwie bin ich nicht wirklich glücklich damit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Flickr / strassenstriche & KamiSilenceAction

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